wolle mit Pflanzen färben

Verarbeitet werden Garne von heimischen Schafen.

In diesem Kurs werden alle Verarbeitungsschritte durchlaufen, die nötig sind um weiße Garne mit Pflanzen bunt zu färben. 

5 Stunden , inkl. Benutzung der notwendigen Werkzeuge. Und 300g Garn je Teilnehmer.

Der Kurs eignet sich auch für kleine Gruppen bis 10 Personen.

Das fertige Garn darf natürlich mitgenommen werden.

Termine und Austragungsorte werden individuell vereinbart.


1. geeignete pflanzen sammeln

Schon Tage vor Beginn des Kurses sind die Teilnehmer aufgerufen geeignete Zutaten zu sammeln. Wie z.B. die Schalen von Zwiebeln, die in der eigenen Küche Verwendung finden.

Oder diverse frische Blätter aus dem eigenen Garten. Die z.B. beim Formschnitt anfallen. Wie z.B. Walnussblätter.

Außerdem erkläre ich, welche heimischen Pflanzen sich zum Färben eignen. Und welche man leider nicht in unseren Regionen findet und dazu kaufen muss.

 


2. garne beizen

Zum Färben kommen weiße, zum  Strang gewickelte Garne von heimischen Schafen.

Bevor wir ans Färben kommen, sorgen wir für die richtige Verbindung.

Damit die Farbpigmente aus den Pflanzen an den Wollfasern haften können, werden die Garne zunägst mit Alaun gebeizt.

Während dessen erkläre ich welche Werkzeuge und Hilfsmittel für das Färben zum Einsatz kommen. Woher man gute Färbepflanzen bezieht. Ob und wie man diese auch in seinem Garten anbauen könnte. Und welche hilfreiche Lektüre ich empfehlen kann.


3. pflanzen auskochen

Zum Auskochen der Pflanzen können verschiedene Wärmequellen mit geeigneten Töpfen gewählt werden.

Von den Pflanzen werden je nachdem,

Blüten, Blätter, Stengel, Wurzeln oder Schalen genutzt.

Nach dem Auskochen werden die Pflanzenteile abgeschöpft und die sogenannte Färbeflotte sollte abkühlen. Damit sich später das Wollgarn beim EIntauschen nicht erschreckt.


4. garne färben

Nun gehts ans Färben.

Die Färbeflotte hat die richtige Temperatur, wenn der kleine Finger beim Eintauchen sein OK gibt. Man hat verschiedene Möglichkeiten das Garn zu färben. Je nach dem wie man nun den Strang in die Färbeflotte taucht erhält man einfarbige und auch mehrfarbige Garne.

Auch kann man schöne Farbverläufe erziehlen. Und durch Überfärben erhält man weitere Farben. Dabei kann man sich daran zurück erinnern, wie man im Kunstunterricht die Wassermalfarben vermischt hat. 

Außerdem spielt der Sauerstoff bei der Intensität der Farben auch eine große Rolle. Da spricht man von der Stufenfärbung, wenn man dem Garn ein Paar Minuten Zeit zum atmen lässt.

Viele kleine Tricks sorgen für Begeisterung und leuchtende Farben.


5. trocknen und waschen

Ist man mit der Farbe zufrieden, dann wird der Strang zum Trocknen aufgehangen. Ein schattiges, luftiges Örtchen ist die beste Wahl. Da die Einwirkung von praller Sonne die Farben wieder ausbleichen würde.

Nach dem Trocken wird jeder Strang unter fließendem Wasser kalt ausgespült. So lange, bis die Farbe nicht mehr ausblutet.

Danach hängt das Garn wieder zum Trocknen.


6. bunte knäuel  wickeln

Nach dem Wickeln sind die Garne einsatzbereit zum Weben, Stricken, Häkeln, Nadelbinden und vieles mehr.


7. verarbeitung bunter garne

An dieser Jacke sehen sie den Einsatz von pflanzlich gefärbten Garnen.

Die verschiedenen Farben sind untereinander sehr harmonisch.

Und mit syntetischen Farben nicht zu vergleichen.

Alles in Allem ein stimmiges Bild.


8. garne  wickeln

Beim Wickeln unserer handgesponnen und fertig gezwirnten Garne kommen verschiedene Arten von Wollwicklern zum Einsatz.

Mit den Einen wickeln wir Stränge, mit den Anderen Knäuel.

Diese fertigen Garne können nun zum Weben, Stricken, Häkeln, Nadelbinden und vieles mehr verwendet werden.

Weiße Garne können so auch gefärbt werden.

Sei es z.B. mit Säurefarben oder auch mit Pflanzen.