kompaktkurs wollverarbeitung

Gesponnen wird an einem

Spinnrad Louet S10

Verarbeitet werden Fasern von heimischen Schafen. In diesem Kurs werden alle Verarbeitungsschritte von der Rohwolle bis zum fertigen Garn durchlaufen. 

5 Stunden an einem Tag,

oder 2x5 Stunden an 2 Tagen.

Inkl. Benutzung von Handspindel und Spinnrad, Kardiermaschinen, inkl. Spinnfasern von heimischen Schafen ( schaffarben ) und Verbrauchsmaterial.

Preis pro Person bei 5 Stunden 100 EUR.

Preis pro Person bei 2x5 Stunden 200 EUR.

Der Kurs eignet sich auch für kleine Gruppen bis 5 Personen. Das fertige Garn darf natürlich mitgenommen werden.

Termine und Austragungsorte werden individuell vereinbart.



1. rohwolle sortieren

Wir verarbeiten Rohwolle von heimischen Tieren.

Rohwolle von verschiedenen Schafen wird vorsortiert.

Sodass Verschmutzungen aussortiert werden. Und übrig bleibt die Wolle, die sich gut weiter verarbeiten läßt.

Es gibt eine kleine Faserkunde, anhand der verschiedenen Rohwollvliese.

Auch das, was aussortiert wird, findet noch verwendung. Wie z.B. als Dünger im Beet. Oder als Winterschutz für empfindliche Pflanzen.

 


2. Rohwolle schonend waschen

Auch beim Waschen verwenden wir Zutaten aus der heimischen Natur. Wir waschen mit Roßkastanien und Efeu in handwarmem Wasser.

Hierbei entfernen wir nur den Schmutz und Grauschleier auf der Wolle. Der dadurch entsteht, dass die Schafe zum Wiederkäuen auf der Wiese liegen. Das natürlichste Hautfett, das Lanolin, wird bei dieser Methode nicht entfernt. Was sich später beim Spinnen positiv auf unsere Hände auswirkt.

Auch hierbei wird die Wolle nochmals sortiert.

Die Waschrückstände werden für die Düngung im Garten genutzt.


3. gewaschene wolle trocknen

Zum Trocknen wird die gewaschene Wolle luftig auf einem Trockengestell ausgelegt.

Das Trockengestell sollte nicht in der prallen Sonne stehen. Aber vor Regen geschützt und luftig.

Auch beim Auslegen der gewaschenen Wolle wird diese erneut sortiert. Und gesondert gesammelt.


4. trockene WOlle kämmen

An dieser Stelle kann man abwägen, ob man die trockenen Fasern aus der Flocke spinnen möchte.

Oder ob man sie mit Hilfe von Handkarden und Kardiermaschine für den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet.

Mit dem Kardieren werden auch noch verschmutzte und angefilzte Stellen gekämmt. Was uns den Spinnprozess erleichtern wird.

Dabei lassen sich zum Beispiel Pflanzenfasern, die unweigerlich bei der Futteraufnahme der Schafe den Weg in die Wolle findet, entfernen.

Sollte die Flocke aber gut gereinigt sein, so kann man sie auch ungekämmt verspinnen.


5. die handspindel

Nun geht es daran die ersten Spinnversuche mit der Handspindel zu üben. Zum Einsatz kommen dabei verschiedene Formen und Bauweisen von Handspindeln.

Wir üben das vorsichtige ausziehen der Wollflocke, ohne abreißen und ansetzen.


6. das spinnrad

Anhand verschiedener Spinnräder erkläre ich auch, was man unbedingt beim Kauf beachten muß.

Nun geht es daran die Wollflocken mit dem Spinnrad zu einem einfädrigen Faden zu spinnen. Zum Einsatz kommen Spinnräder mit einem Pedal. Hierbei wird zunägst die Bein-Hand-Koordination geübt.

Dann die Hand-Hand-Koordination, beim richtigen Auszug der Wollflocke.

Und später die gesamte Koordination. Sodass schon die ersten gleichmäßigen Fäden gesponnen werden.

 


7. wir spinnen und zwirnen

Solangsam werden unsere Abläufe sicherer und wir spinnen unser erstes relativ gleichmäßiges Garn.

Wir verspinnen je 25g Fasern auf einer Spule, die dann miteinander verzwirnt werden.

Dabei entstehen ganz individuelle Garne, an denen dann die weiteren Verarbeitungsschritte beschrieben werden können.

So könnte es sein, dass das Garn einen zu starken Drall bekommen hat. Sodass es wieder entspannt werden muss.


8. garne  wickeln

Beim Wickeln unserer handgesponnen und fertig gezwirnten Garne kommen verschiedene Arten von Wollwicklern zum Einsatz.

Mit den Einen wickeln wir Stränge, mit den Anderen Knäuel.

Diese fertigen Garne können nun zum Weben, Stricken, Häkeln, Nadelbinden und vieles mehr verwendet werden.

Weiße Garne können so auch gefärbt werden.

Sei es z.B. mit Säurefarben oder auch mit Pflanzen.